Q #2

Langsam wächst in mir die Überzeugung, dass ich wieder im Blog schreiben soll. Wenn sich viele um unsere Gesundheit interessieren, wäre es praktisch, dass jeder auf dem neusten Stand ist. Ich möchte auch unseren nächsten zeigen, nicht nur wie es uns geht (man sagt immer: es geht mir gut – und weh, wenn du sagst: mir geht es nicht gut – dann ist das Gespräch beendet), aber auch wie wir mit der Situation umgehen und was bei uns passiert.

Heute Morgen sind wir alle zeitlich wach. Ich kann nicht sooo lange im Dachgeschoß allein schlafen.  Jeder macht sich etwas zum Trinken oder Essen. Die Essgewohnheiten sind so unterschiedlich, dass es keinen Sinn hat, etwas Gemeinsames zu organisiere. Die Kinder haben Schule und ihre Online-Konferenzen und Unterricht. Und dabei gemütlich im Kinderzimmer zu frühstücken ist eine Annehmlichkeit  im Lockdown.

Den Vormittag verbringe ich mit der Einarbeitung in das Bloggen. Es ist schon so lange her, als wir in Spanien gepilgert sind. Seit der Zeit habe ich nichts geschrieben. Es stellte sich auch die Frage, wie einen neuen Blog in die bestehende Homepage einbaue. Es ist nicht so einfach zwei Blogs nebeneinander stehen zu haben. Das System ist nur für einen Blog ausgelegt. Aber mit ein Paar Tricks kann halbwegs funktionieren. Und ihr werdet mir bestimmt verzeihen, dass der Corona_LIVE Blog auch die Pilgerreise infiziert hat. Schlimm ist der Virus.

Deswegen hänge ich alle Handtücher im Bad und befördere sie in die Waschmaschine. Ich schaffte es zwar ohne Fremdhilfe, aber … das Waschmittel hat sich in dem Behälter so gestaut, dass nicht alles in die Waschmaschine gelang. Was mache ich jetzt? Das Waschmittel steckt naß und klebrig im Behälter und ich brauche in der infektiöse Wäsche volle Ladung der Tenside. Also habe ich den Messbecher für das Wassernachfüllen in den Bügeleisen genommen und Wasser in den Waschmaschienwaschpulverbeälter nachgegossen. Zuerst zögerlich, dann aber mutig, weil ich gesehen habe, dass das Wasser einen gewissen Pegel erreichen muss, damit es über die Ränder in den Waschmaschineninnenraum gelang. Aber Vorsicht – die Waschmaschine ist intelligent: sie misst den Wasserstand und wenn zu viel Wasser drin ist, wird es wieder abgepumpt. Und so ging es hin und her. Wir haben uns mit der Zeit auf einem Waffenstillstand geeinigt. Ich habe dann endlich den Schaum im Waschraum gesehen.

Die Waschmaschine mit viel Schaum.

Und wieder kommt das Mittagessen. Es gibt die Reste vom Gestern. Damit kam die Mannschaft klar und der Gurkensalat als frische Komponente kam gut an.  Für das Abendessen habe ich Burger versprochen. Wir haben nämlich noch am Montag ziemlich viel eingekauft – natürlich nichts ahnend, was uns erwartet.

Das Wetter war heute sonnig und kalt. Kinder wollten in den Garten, aber die Schulpflichten haben die Zeit in Anspruch genommen. Es ist unglaublich, wie viel Stoff sie in der Schule durchpauken müssen. Mein Highlight war am Nachmittag die Schullektüre zum Thema Programmieren mit Phyton. Diese ein paar Stunden haben meinen Tag gerettet.

Und schon ruft das Abendessen. Die Burgermahlzeit. Leider hat Katrin festgestellt, dass ihr Geschmacksinn nachlässt. Der Burger war nicht so schmackhaft und die sauere Gurke war nicht so sauer, dass sie, wie immer, innerlich zusammenzucken musste. Hm – real Corona life beginnt. Sonst bleibt ihr Gesundheitszustand gleich – nur das Husten rutscht immer tiefer. Katrin kann sich jetzt auf eine Frau im Wartezimmer beim Arzt erinnern, welche genauso wie sie jetzt, gehustet hat. Genau der gleiche “Sound” des Hustens. Ob sie sich dort vor einer Woche angesteckt hat? Wissen wir nicht, aber bis jetzt ist es die einzige vernünftige Spur.

Beim Abendessen habe ich erfahren, dass unsere kleinere Tochter in der Nacht nicht gut schlafen konnte, weil ihre Nase verstopft war. Tagsüber ging es, aber am Abend fängt sie doch leicht zu schnupfen. Bei mir kratzt der Hals, aber mit einem warmen Tee und einer Portion “Dauerschlucken” muss ich nur wenig “halskratzhusten”.

 

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