TAG 5 – 31.7.2025 – ein Tag im Mittelmeer zwischen Ibiza und Sizilien

Ich gehe morgen früh ins Gym und probiere ein leichtes Workout. Es war eine gute Entscheidung, weil mich die Übungen vom Halsschmerzen ablenken. Diese habe ich in der Nacht bekommen, woher auch immer.

Normalerweise ist von einem Tag am See nicht viel zu berichten. Und so ist es auch   Heute. Das Meer ist ruhig und das Schiff schiebt sich mit einer 32 km/h Geschwindigkeit durch das blaue Wasser.  Jetzt ist die Zeit, das zu tun, für was man keine Zeit vorher hatte: lesen, das Blog schreiben und liegen am Deck und nichts tun. Darüber kann man nicht viel schreiben.

Das ist eine gute Gelegenheit 3 Schiffe zu vergleichen, die wir in den letzten 2 Jahren ausprobiert haben: MSC Euribia, Royal Careabean of the See (ein amerikanisches Schiff) und Costa Toscana. 

Das neuste Schiff ist die Euribia mit 6.000 Gästen. Die Orientierung mit großen Touch-Bildschirmnen herforragend, das Leitsystem ebenso, das Essen hervorragend, auch vegetarisch, die Orga war fast perfekt , die Angestellten normal motiviert, die Kulturveranstaltungen sehr vielfältig und qualitativ . Es gab ein Jazzbar mit einem gut eingespielten Combo. 
Was ich nicht gut fand waren die schmalen Gänge zu den Kabinen und die Pflicht sich zu einzelnen Veranstaltungen anzumelden. 

Das Royal Schiff mit 2.500 Gästen war mit Abstand das Älteste – im kolonialen, amerikanischen Stil eingerichtet. Nach unser Fahrt hat es sich einer Verjüngerungskur unterzogen. Dafür war sie aber sauber gepflegt. Die Orientierung nach der Regel der Mechanik, dafür vollkommen ok. Weil das Schiff klein war, konnte man sich schwer verlaufen.
Das Essen war prima und abwechslungsreich – auch vegetarisch und sogar vegan- hier war das Spektrum am größten, ein bisschen amerikanisch, aber das gehört dazu.
Die Mitarbeiter waren enorm engagiert und mit dem Arbeitgeber tief verbunden. Das gilt auch für die Kultur, die geboten wurde. Die Künstler sind an ihre Grenzen gegangen. Und es gab eine Pianobar. 
Was ich nicht gut fand  waren kleine Portionen im Bedienungsrestaurant, die deutsche Sprache nicht vorhanden und die dicken Teppiche überall. 

Die Costa Toscana wurde vor 4 Jahren in Betrieb genommen und beherbergt 6.500 Gäste in einem sehr modernen Ambiente.  Die Zimmer sind wohl die größten von allen anderen Schiffen, der Blick aufs Meer aus der Dusche genial, ebenso die Gänge genug breit für einen Kinderwagen oder Rollstuhl. Übrigens haben Kinder ihr eigens Restaurant gegenüber dem Kinderclub, der bis 24 Uhr geöffnet ist. Für die Bambini wird richtig gut gesorgt.
Die Navigation ist eine Katastrophe – noch nach 5 Tagen bin ich unsicher.  Dazu tragen auch die eigenwillige, kleine und viel zu schnell schließende Aufzüge dazu bei, dass die Menschenströmen nicht richtig fließen. Die Angestellten sind gut motiviert, aber nicht konstant – sie machen ihren Job. 
Die Kultur wie groß geschrieben und es wird viel geboten. Leider keine Piano Bar oder  Jazzband. Die Choreografie der Shows ist auf dem höchsten Niveau – anspruchsvoll mit einem Thema verbunden, das wie eine Storytelling abläuft – z.B. Leonardo, der Genie. 
Das Essen ist ok – man verhungert nicht :). Was ich ambivalent finde, sind keine Tischdecken abends Im Bedienungsrestaurants. Vielleicht schont es die Umwelt.

Zurück zum Tagesgeschehen – besser Nachtgeschehen auf dem Schiff, was uns betrifft.

Erwähnenswert ist der nächtliche Besuch eines Technikers in unserer Kabine, weil die Klimaanlage sich nicht regeln kann. Sie pustet, unermüdlich kalte Luft und verweigert alle Bedienungsversuche. Der Techniker verspricht eine Lösung innerhalb von 10 Minuten durch eine Einstellung an einem zentralen Computer. Es gelingt erstaunlich gut, auch wenn die Uhr 1:36 anzeigt. Das einschlafen fällt mir schwierig, dafür plagen mich gerade keine Halsschmerzen. Die Nase hat aufgehört zu laufen. Und die tiefe erotische Stimme kann zu der Uhrzeit sowieso keiner hören. So kann der neue Tag beginnen – morgen um 7:00 Uhr in Palermo.