Die Nacht war durchwachsen, wir sind nicht gewohnt mit Vibrationen im Bett zu schlafen. Aber das ist die natürliche Beschaffenheit eines Schiffes – sie überträgt mehr oder weniger den Wellenrhytmus in die Kabinen. Wir hatten zu Hause noch nie ein Wasserbett, aber wenn es sich so anfühlen sollte, war das eine gute Entscheidung 🙂
Die Hafeneinfahrt gegen 7:00 Uhr morgens erlebe ich auf der Jogging Strecke auf dem Deck 16. Es ist windig und ich ziehe ich mich lieber ins Gym zurück. Ein kleines Workout schadet nie. Interessanterweise ist das Studio voll. Was für ein unterschied zu den Jugendlichen, die ich auf dem Flur begegnet hat, die nach der durchgemacht Nacht sich zum Ausruhen verabschiedet haben. Ein Schiff hat viele Gesichter. Eine nette Seite des Schiffes haben wir beim Frühstück erlebt, die man mehr als ausreichend beschreiben kann. Man wird satt und es gibt viel Auswahl auch an frischen Sachen. Die Auswahl ist vielleicht nicht so groß, wie erwartet, aber dafür sparen wir uns die Qual der Wahl.
Wir freuen uns auf einen Tag in Frankreich, in Marseille. Die Stadt ist 5 km vom Hafen entfernt, die Transfer Busse stehen bereit, kostenpflichtig. Mit anderen Gästen teilen wir uns einen Taxi – und schon sind die Kosten halbiert. Die Schiffsfahrer und Busfahrer möchten auch verdienen. Mit der deutschen Sparsamkeit haben sie nicht leicht. Auf der Rückfahrt stellen wir fest, dass es auch ein kostenloser Shuttle Bus gibt. Und auch eine Linie die die Fahrt für zwei Euro bewältigt.
Am Montag sind viele Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Heute ist ein Montag. Ein kleines Museum widersteht diesen Trend und hat heute offen: ein Illusionsmuseum. Klein aber fein. Wir erfahren und erleben viele optische und haptische Täuschungen und fotografieren sie. Es hat uns viel Freude gemacht.
Danach geht das noch zu einer Kirche und mit der lokalen Buslinie 60 zu einem Aussichtspunkt namens Monte Christo – eine Mischung aus einer Festung, einer Kirche, einem Restaurant und einem Museum und einer hochgezogenen Fallbrücke. Auf diesem Punkt, hoch über die Stadt, ist recht windig, so dass wir gleich den Rückweg zu Fuß antreten. Unterwegs finden wir eine typische französische Bäckerei, Buletterie und Patisserie. Dort kaufen wir eine Baguette und viele Kekse. Einfach typisch französisches Essen – das war unsere Intension. Ich wundere mich, dass der Bäcker eine 40 cm Baguette mit Tomate Salat und Feta Käse für 3,50 € anbietet.
Dafür bekomme ich in Deutschland kein in der Qualität belegtes Brötchen. Es sieht so aus, dass die Lebenskosten hier niedriger sind, als bei uns. Und es hat bestimmt keinen Einfluss auf die Lebensqualität zu haben. Ja, es ist nicht an jeder Ecke so sauber wie in Italien (ich wundere mich gerade, dass ich diese zwei Länder in die Relationen gebracht habe), Aber die Leute scheinen das Leben zu genießen.
An der Hauptstraße angelangt, fahren wir dann mit dem Bus zu einer Station, wo wir vermuten, dass der kostenlos Shuttle zum Pier fährt. Was wir vorfinden, ist nur ein Bus mit der gleiche Funktion für zwei Euro. Den nehmen wir, Im Nu sind wir im Hafen, haben ein nettes Gespräch mit einem brasilianischen Pärchen und damit den Ausflug ins Französische beendet. Wir sind wieder auf dem italienischen Schiffsboden.
In dem erwähnenswerten Abendshow wird ein Musical mit akrobatischen und tänzerischen Elementen vereint. Wir sind begeistert.
Meine Begeisterung ist ein bisschen gedrückt, weil ich irgendwo in der Stadt meine einzige Brille verloren habe. Auf dem Schiff gab es welche zu kaufen, aber nur im blauen Plastik und im Harry Potter Design. In dem Fall warte ich morgen bis wir eine in Barcelona finden.


Spiel mit Schatten 






der Blick von Monte-Christo de la Garda 
Die Kirche oben auf dem Berg 
MARSEILE
