TAG 1 – 27.6.2025 – Mittelmeer Tour, das Einschiffen in Savona, Italien

Nach einem guten Frühstück im Hotel (es gab sogar aufgeschäumte Soja Milch) laufen wir zuerst in Richtung Bahnhof. Die Zielstation ist Savona. Der Zug ist italienisch überfüllt. Das hindert einen von unseren Koffern nicht daran sich hinzulegen – leider auf die Fuße einer Frau. Sie trägt es tapfer. Wir entschuldigen uns mehr, als es der Frau weh getan hat. Der Fuß bleibt heil und ohne Schrammen. Sonst läuft die Fahrt problemlos ab. In Savona angekommen nehmen wir einen Taxi zum Schiff. Das Einschiffen verläuft in einem Blockverfahren. Das Kärtchen mit Nummer 5, das uns am Eingang in die Hand gedrückt wird, ist die Blocknummer. Die Nummer soll mit der Zeit auf dem Monitor in der Empfangshalle erscheinen. Dann laufen alle Leute, die Nummer fünf haben, zu der Rezeption. Ein Chaos, dass an die Block-Abfertigung am Gotthard Tunnel erinnert.

Wir sind durch und dürfen das Schiffszimmer nicht betreten, weil es noch nicht fertig ist; dürfen auch nicht essen, weil das Restaurant noch nicht offen ist; dürfen nur warten und sitzen. Für mich ist das ein Zeichen, dass ich in der Zwischenzeit (viereinhalb Stunden) die Stadt erkunden soll. Mit der Hilfe von K.I. und der Touristen Information gelingt mir eine nette Entdeckungstour durch Savona: Türme, Kirchen, eine beeindruckende Festung, ein Museum, die Altstadt, die Haupteinkaufsstraßen (am Sonntag 😉 ) und die Apotheke – für die Blase am Fuß. Die Kreuzfahrt kann beginnen. Das Schiff ist modern, die Einrichtung und die Themenwelten im Stil der Avantgarde und kurz vor dem Kitsch. Mit der Zeit gewöhnen sich die Augen und das Gemüt auf das Einrichtungscoctail. Unser Balkon-Zimmer ist dafür geschmackvoll und zweckmäßig eingerichtet. Eine Besonderheit ist im Bad: eine Duschwand, die mit dem Zimmer benachbart ist, ist durchsichtig und dadurch kommt das Licht vom Balkon ins Bad. Es ist möglich beim Duschen auf das Meer zu schauen. So kann man beim Duschen auch gegen den Wellengang ankämpfen und das Wasser in den Augen fühlt sich als ein Teil des Duscherlebnisses. Ich finde das Konzept durch aus gelungen.

Noch die obligatorische Notfallübung, diesmal mit den Schwimmwesten in der Hand, und das Abendessen kann beginnen. Tisch Nummer 725. Wir sitzen nicht allein, wir haben eine Gesellschaft, angenehme Genossen. Eine Familie aus Kiel mit einem Kind. Das Gespräch fließt, das Essen schmeckt. Zum Abendessen gibt’s ein vier Gänge Menü. Für ein Kreuzfahrtschiff ungewöhnlich viele Gänge. Die Bedienung ist nett, das ist viel Wert. 

Die Orientierung auf dem fünf- größten Kreuzfahrtschiff auf der Welt ist nicht einfach. Und die 6.500 Gäste verlaufen sich auf dem Schiff auch nicht so einfach. Mit diese Aufgabe kommt das Schiff Costa Toskana erstaunlich gut klar: in den Stoßzeiten und auf den „Stoß“-Orten ist natürlich etwas los, aber sonst findet man immer ein stilles Plätzchen. Das ist tatsächlich ein Pluspunkt auf diesem riesigen Schiff mit 18 Decks.

Nach dem Abendessen gehen wir zu einer Show, die sehr schön und anspruchsvoll gestaltet ist – mit voller technische Unterstützung und mit einer ausgeklügelter Choreografie gespickt. Die Darsteller / Tänzer spielen ein Computerspiel, das auch mit ergänzenden Szenen an der Leinwand abläuft. Mich überrascht die Synchronisation zwischen dem Geschehen auf den Bildschirmen und auf der Bühne. Wenn die Shows in dieser Qualität weitergehen sollte , dann können die wir uns freuen.

Am Ende landen wir noch in einer Bar mit einem Saxophon Spieler mit Playback und einem Gesangsduo Macchiato. Das Schiff ist inzwischen unterwegs zum nächsten Hafen: Marseille.