TAG 6 – Palermo, Sizilien, Italien

Wenn man an Palermo und Sizilien denkt, dann oft in Verbindung mit Mafia. Dieses Image möchte dich dort vermeiden und wer sich dagegen aktiv. Zum Beispiel mit einem Museum Namens „No Mafia“. Was nicht bekannt ist, die Stadt hat die niedrigste Kriminalitätsrate in Italien. Und so fühlt sich das auch in der Stadt an. Wir spüren keine Anzeichen der Bedrohung oder Gefahr. Ja, die Stadt kämpft mit Abfallproblem, ja die Stadt ist nicht so sauber. Dafür atmet die Stadt mit der alten Geschichte, mit viel Kirchen, Paläste und eine wunderschöne Kathedrale. Das größte Opernhaus Italiens ist in Palermo

Vor der Kathedrale spielt eine Frau wunderschön auf die Gitarre und singt dazu. Nebendran, setzt sich ein Bettler auf dem Boden und breitet seine Mütze aus und tatsächlich werden beide bedacht. Ich bin mir sicher, dass der Bettler noch nie etwas von Synergieeffekten gehört hatte.

Was mir auffällt, sind die Eintrittsgelder in die Kirchen. In Palermo gibt’s keine einzige umsonst zu besichtigen. Wir laufen durch das alte arabisch-jüdische Viertel durch. Die Straßennamen sind dreisprachig. So kann man sich eine Koexistenz gut vorstellen. In einer schmalen Schmiedgasse finden wir ein verstecktes Kaffee. Erst zwei Monate geöffnet, aber das Haus hat eine viel längere Geschichte hinter sich. In dem Laden hat schon vor 200 Jahren ein Schmied gearbeitet. Diese Information habe ich über den Kaffeebesitzer bekommen, der einen alten Mann auf die Straße befragt hat. Für ihn war es auch etwas Neues.  Die ganze Einrichtung wurde von einem Schmied nebenan angefertigt. Alles passt ungewöhnlich gut in dieser historisch reiche Umgebung. 

nach unserer Verhandlungen mit einem Rikscha Fahrer um den Preis der Fahrt zum Hafen knapp gescheitert sind, laufen wir die Strecke zu Fuß.

Unterwegs finden wir endlich ein Geschäft, wo das Kult Eistee verkauft wird. Laut Kim fahren vier Leute nach Italien um genau den Tee zu kaufen. Wir nehmen gleich zwei Flaschen mit und eine Packung Pistazien Kekse. Der Tag ist gerettet.

Auf dem Schiff angekommen, gehen wir heute in ein spezielles Pizza Restaurant: Pummid‘Ore. Die Pizza schmeckt hervorragend. Was mir aber keine Ruhe gibt, ist der Name des Restaurants. Warum wird er mit U geschrieben und nicht mit O. Die Bedienung hat keine Ahnung, das Internet auch. Dafür erfahre ich, dass Pomodore ein goldener Apfel bedeutet. Aber warum golden, wenn Tomaten rot sind? Die Lösung: die ersten Tomaten, die aus Amerika kamen, waren gelb, orange.  Deswegen der Name, der heute eigentlich eine rote Farbe symbolisiert.

Jeden Tag erfahren wir etwas Neues, so war es auch heute. Morgen erwartet uns eine Vorort von Rom.

das kleine , aber feine Café