TAG 3 – 29.7.2025, Barcelona, Spanien

Ich frage mich, warum die Nächte bis jetzt so kurz waren. Für die letzte Nacht habe ich eine Antwort: Ich sprach den Blog ein (wegen der verlorenen Brille), weil ich die letzte zwei Tage nicht schreiben konnte. Es ist kaum zu glauben dass bei mir das Sortieren der Gedanken aus der Vergangenheit ziemlich lange dauert. Das Schwimmbad schien mir dazu geeignet, was die Ruhe zum Einsprechen des Textes betrifft. Weit gefehlt – da haben die Jugendlichen ihre Party – zum Glück ist die Aufnahmefunktion nicht an die Musik getrimmt und so muss ich nur ein bisschen lauter sprechen. Dafür habe ich auch die unruhige See mitbekommen.

Nach dem kurz Schlaf möchte ich den Tag wieder im Fitnessclub anfangen – leider kann ich es nicht auf Anhieb finden. Ungewöhnlich. Das Leitsystem auf dem Schiff hat nicht die gleiche Wellenlänge wie mein „Empfangsgerät“. In der Gym ist es interessant zu beobachten, dass gegen 7:00 Uhr alle Cardio Geräte besetzt sind. Draußen ist die Jogging Strecke leer und das Wetter zum Laufen draußen ideal wäre. Und so ist es auch im echten Leben: nicht alle Ideale werden gefolgt, sondern die einfachen, vorgefertigten Lösungen nachgeahmt. Wenn alle es so tun und es funktioniert, dann muss etwas Gutes daran sein. Es fällt eindeutig schwer, nach einer besseren Lösung zu suchen.

Barcelona wir kommen. Die Stadt ist mit einem Spanischen Shutle-Bus zu erreichen. Und auf dem Busbahnhof beginnt schon die Stadt mit einer übergroßen Säule mit Christoph Columbus. Danach geht es gleich in eine Einkaufsstraße, wo wir auch eine Apotheke finden, die eine Brille mit 3,5 Dioptrien am Lager hat. Ich bin gerettet. Wir besuchen unterwegs eine große Markthalle. Es ist unglaublich schön, wie die Ware hier präsentiert wird. Alles lädt zum Kauf ein. Wir möchten nicht widerstehen und kaufen Kleinigkeiten ein.

 Die nächste Station ist die Kathedrale Barcelona und danach kommt das MOCA Museum (Moderne Art). Damit ist unser Programm für den Tag zu Ende. Wir beenden das Barcelona-Erlebnis mit einem Getränk in einer Straßenwirtschaft – fein serviert in unterschiedlichen Keramikkrügen aus der benachbarten Keramikwerkstatt. Und dann geht es zurück zum Schiff.

Meine einzige Sorge ist, wie ich den Blog inkl. Bilder hochlade. Es geht aus bestimmten Gründen nur über mobile Daten. Nur – im Hafen parken gerade 4 Kreuzfahrtschiffe – das bedeutet, dass alle im Netz sind – das sind nach meiner Schätzung 10 bis 12 Tausend Leute. Das Netz ist entsprechend langsam – tot. Und wieder kann ich mein Blog nicht hochladen. Ärgerlich.

Heute Abend ist auf dem Schiff eine besondere Attraktion geplant: Sternengucken. Es läuft so ab, dass das Schiff für 3 Stunden an einer dunklen Stelle im Mittelmehr anhält, die Lichter ausschaltet und nach einer multimedialen Einführung in die Sternkunde, geht es an die eigentliche Beobachtung. Es ist echt beeindruckend, was für eine Sternenpracht zu sehen ist. Die Crew ist mit iPads mit einer Sternapp behilflich – wie können sie ausleihen und die Sternbilder besser entdecken. Wir sind sehr berührt, wenn man die astronomischen Entfernungen und die Menge der Sternen im Universum live beobachten kann. Dieses Event ist eine Neuigkeit für uns, die uns beeindruckt und begeistert.

Der Abend ist gerettet und nach dem letzten Cocktail an der Bar (für mich mit einem Kräutertee) geht es endgütig in die Kabinen. Morgen werden wir auf Ibiza.