Tag # 3

Katrin hat mich mindestens 10x in der Nacht gefragt, ob alles in Ordnung ist. Wer sich sorgt, hat Gefühle. Ich habe es gut ❤️

In der Nacht denke ich nach, warum ist das alles passiert. Es gibt keine logische Erklärung für die Planänderung. Ich bin für die Selbstbestimmung. In den meisten Fällen. Manchmal glaube ich aber auch an einen “höheren” Plan – bei größeren Sachen vielleicht. Aber ist unsere Pilgerreise eine “große” Sache? Wahrscheinlich ja, sonst wäre keine unerklärliche Planänderung aufgetreten und kein Hilfsengel zur Stelle.

Katrins Augen gehen auf und gleichzeitig beginnt ihr Mund zu sprechen. Guten Morgen – der Tag beginnt.

Was nicht unerwähnt bleiben soll ist das spanische Frühstück. Immer dabei ist der Kaffee und ein Gebäckstück oder ein getoastetes Stück Brot 🥖. Als Zugabe bekommt man Marmelade oder kleingehackte 🍅 🍅 mit Öl. Ich bin schon mit einem Tee im Vergleich exotisch, geschweige von dem Wunsch nach der Sojamilch in den Kaffee ☕️ und Tee. Aber die Spanier sind auf uns erstaunlich gut vorbereitet und wir genießen the local food.

Wir kaufen beim verregneten Sonntag in der Apotheke Klammerpflaster für meine Wunde und dadurch wird die Druckfläche im Schuh 👟 minimiert. Eine echt praktische Erfindung. Wir fragen uns warum die Apotheken am Sonntag offen haben. Unsere Antwort aus der kaufmännischen Sicht: es wird hier heute ein Triathlon ausgetragen.

Unterwegs in der Stadt besuche ich einige prächtige Kirchen ⛪️ und stellen fest, dass von Einer ein Abzweig des Jakobswegs beginnt. Ist es nicht ein Zeichen weiter zu machen? Wenn ich überlege, dass ich humpelnd am Tag 10 km in der Stadt laufe, wäre es wohl machbar. Den Rucksack wäre dann on top. Ich denke darüber nach und Katrin plant schon – unverbindlich natürlich 😎.

Das Jakobswegzeichen ist für uns schon da.

Wir setzendes uns in ein Café und essen zur Feier des Tages etwas Rundes und Süßes. Eine Straßensängerin rundet die gemütliche Atmosphäre ab. Im Moment regnet es nicht.

Am späten Nachmittag möchten wir den Herkulesturm besuchen – den einzigen römischen Leuchturm der Welt, der noch funktionsfähig ist. Warum fängt es gerade dann zu regnen, wenn wir loslaufen möchten? Aber wir sind nicht aus dem Zucker und das Bild füge ich aus dem Prospekt ein. Pablo Picasso, der einen Teil seiner Kindheit in A Coruña verbrachte, hat den Turm mehrmals gemalt. Als ein Kind hat er ihn gern als Turm aus Karamell genannt.

Unterwegs begegnen uns ein paar ungewöhnliche “Sachen”:

  1. Ein Schwimmbad am Meer
  2. Starke, schöne Brandung
  3. künstlerisch gestaltete Straßenlampe
  4. Schnecken, welche auf hohe Fenchelpflanzen klettern und die Blüten ganz oben abzuknabbern. Ein Leckerbissen für Schnecken 🐌http://www.dan-novak.com/wp-content/uploads/2019/09/img_0332-1.mov
  • Am Ende des Tages können wir in “Wok King” auf deutsch bestellen. Zwei Chinesen aus Wien haben sich in diese Stadt verirrt 😀 Es hat um so besser geschmeckt.
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